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07.09.2010 English
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Direktor:
Dr. Erwin Fischer
Fagenstraße 10
39100 Bozen
Italien
Tel.: 0471/288407
Fax: 0471/282511

 
    Florenz und Vinci: Projektfahrt der Klasse 4A  
     

Zeitraum: 02.-05. März 2010
Schwerpunkte: Kunst und Naturwissenschaften
Begleitpersonen: Frau Prof. Pia Ogrizek und Frau Prof. Veronika Gruber
Genaue Informationen über unser Projekt erfahren alle Neugierigen am Freitag, 04.06.2010, um 19.30 Uhr in der Aula Magna.
Impressionen einer Stadt
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Florenz und Umgebung können in Kunst- und Reiseführern detaillierter nachgelesen werden. Deswegen lassen wir hier unsere Mitschülerin Ruth Adami mit ihren ersten Eindrücken zu Wort kommen...



Da es in der Welt des Touristen als absolutes Muss gilt, bestimmte kulturell wichtige Städte abzuklappern, fällt sein Blick nun auch auf Florenz, die Stadt der Künste. 
Mit seiner üblichen Ausrüstung, sprich Reiseführer, Fotoapparat und Kompass, beladen, macht sich der Tourist oder der Besucher, wie er sich selbst beschönigend nennt, zu seinem ersten Rundgang durch die Stadt auf.
Es ist früher Nachmittag, die Stadt scheint noch im Mittagsschlaf. Der Besucher beginnt seine Reise durch die Stadt auf der Piazza San Lorenzo, einem kleinen Platz, nahe dem Stadtzentrum. Nachdem er den Weg dorthin nur sehr schwer gefunden hat und durch verdreckte Straßen und Gässchen laufen musste, wird er hier enttäuscht: Die verdreckten Wege waren nur Vorboten, der Zustand des Platzes ist wesentlich schlimmer. Zur Verschönerung dienen lediglich einige Beamte der Stadtpolizei, die an jeder Ecke ihre Uniform präsentieren. Der Besucher knipst in üblicher Manier noch schnell ein paar Fotos von den italienischen Politessen und wagt sich dann weiter in Richtung Piazza San Giovanni. Da er dabei von unzähligen Exemplaren seiner eigenen Spezies begleitet wird, ist das Ziel bald gefunden:

 
     

Plötzlich baut sich ein gewaltiges Bauwerk aus weißem und grünem Marmor vor ihm auf. Völlig überwältigt von der beinahe einschüchternd schönen Fassade des Bauwerkes, kommt dem Besucher die Idee auch den möglicherweise noch schöneren Innenraum der Cattedrale Santa Maria Del Fiore zu besichtigen, aber die lange Schlange von Gleichgesinnten vor dem Eingang belehrt ihn eines Besseren und beschert seinem Vorhaben ein jähes Ende.
Obwohl seiner Begeisterung nun ein erster Dämpfer versetzt wurde, lässt er sich dies nicht anmerken und setzt mutig seinen Weg fort. In der Via di Calzaiuoli wird sein Blick, der eigentlich auf die wunderschönen Fassaden der Häuser im Renaissance-Stil fallen sollte, von den leuchtend bunten Geschäften im Erdgeschoss derselben abgelenkt. Mit eiserner Willensstärke gelingt es ihm, die Straße ohne getätigte Fehlinvestition zu passieren. Und dann, am Ende der Straße, eröffnet sich ihm ein gewaltiger Platz, das Herz der Stadt, die Piazza Della Signoria. 
Sein Blick wird von einem Sammelsurium mit äußerster Präzision gefertigter marmorner Skulpturen angezogen, die sich dort über den gesamten Platz verstreut befinden. Beim Anblick der strammen Körper und der prächtigen Knackärsche schrumpft das Ego des Besuchers auf ein glattes Minimum. Mit dem Vorsatz demnächst wieder ins Fitnessstudio zu gehen, macht er sich wieder auf. Er biegt um die Ecke und schlendert schweren Herzens an der endlos langen Schlange von Wartenden vor dem Eingang der Uffizien vorbei. Von seiner anfänglichen Begeisterung für die Stadt scheint nicht mehr allzu viel übrig geblieben zu sein. 
Von den großen Sehenswürdigkeiten enttäuscht, achtet der Besucher nicht mehr auf seine Umgebung und geht stur geradeaus, als er plötzlich an einer Brüstung steht. 
Etwas perplex über dieses plötzliche Ende der Straße blickt er darüber und sieht den Arno sanft vorbei fließen. Inzwischen ist es Abend und zu seiner Linken erstrahlt der Ponte Vecchio im Licht der untergehenden Sonne. Dieser Anblick erwärmt sein Herz und dem Besucher wird klar: Florenz hat sich gelohnt.

 

 
 
 
 
  GALERIE: SCHUL- GEBÄUDE
by teamBLAU © Realgymnasium Bozen